Nach dem Einchecken auf der Basis und einigen Diskussionen über die Gültigkeitsdauer der ein oder anderen tauchsportärztlichen Untersuchung konnten wir gegen Mittag die ersten Tauchgänge machen. Die Sichtweite war zwar nicht berauschend, aber dafür gab es an der ersten Übungsplattform Zander von solcher Größe (man stelle sich hier den Verfasser des Berichtes mit weit ausgebreiteten Armen vor). Besonders den jungen fiel hier fast das Mundstück aus dem Gesicht, hatte sie so etwas doch noch nicht gesehen. Durch vorherige Recherche wussten aber die meisten von uns was auf sie zukam. Die ersten zwei Tauchgänge verliefen für alle Seiten zufrieden stellend. Dann wurde eingecheckt. Nicht alle kamen auf der Basis unter sondern hatten Ferienwohnungen in Bucha oder Hohenwarte. Nach einem Abendessen in einem etwas abseits der Basis gelegenen Restaurant fielen wir alle müde und geschafft in die Betten. Am nächsten morgen trafen wir uns zum Frühstück auf der Basis. Danach ging es dann zur Sache, Tauchausbildung stand auf dem Programm. Unsere Tauchschüler waren aber auch sehr fleißig während der vier Tage. Ich musste leider ohne meinen geliebten Tauchcomputer auskommen, dieser hatte sich am Vortage softwaretechnisch aufgehängt. Auch die Nichttaucher waren von der Umgebung angetan, gingen spazieren oder mussten auf einen kleinen Robin aufpassen während der Papa Tauchschüler „versenkte“. Der zweite Tag fand seinen Abschluss bei einem kleinen Grillfest bei allerdings durchwachsenem Wetter.
Der nächste Tag stand wieder ganz im Zeichen der Tauchausbildung, mittags allerdings versuchten vier Unerschrockene zur Niedernbergaer Brücke zu tauchen, deren Oberkante auf 43 Meter Tiefe liegt. Dieses Unterfangen gelang dieses Mal nicht, ein Buddy-Team hat sich schon beim abtauchen verloren, das andere kehrte auf 39 Meter Tiefe in schwärzester Dunkelheit und kältester Kälte um. Tja, die Entscheidung drei oder vier Meter tiefer zu tauchen trifft sich an der Oberfläche leichter als in fast vierzig Meter Tiefe und schlechter Sicht.
Am Nachmittag ging es dann mit der Tauchausbildung weiter. Abends konnten wir beim Grillabend und auch mit selbst geräucherten Forellen unsere Anekdoten erzählen. Leider gab es ein Problem mit den Zimmern auf der Basis. Hier konnten wir der Basisleitung ein mitverschulden nicht absprechen und es warf ein ziemlich schlechtes Licht auf eine ansonsten sehr schöne und gut geführte Einrichtung. Sollte es uns noch einmal dorthin verschlagen, so wird diesem Punkt eine gesonderte Aufmerksamkeit gewidmet werden müssen. Hierbei möchten wir Erich Lenk danken für entspannte vier Tage und die gute Organisation die er geleistet hat.
An diesem Tag hatten fast alle Tauchschüler ihren Schein schon fast in der Tasche. Perfekt wurde es dann mit einem Bootstauchgang an den Schäferwiesen zum Abschluss der Fahrt. Bleibt noch eine kleine Randgeschichte zu erzählen, über einen kleinen Robin. Am Samstag lief eine junge Dame züchtig gekleidet mit Badeanzug und bis zu den Knien reichendem T-Shirt über das Gelände, als besagter kleiner Robin (einen großen hatten wir auch mit aber der hätte sich das nicht getraut) sich von hinten anschlich, das Shirt hochhob und mit Kennermiene kundtat: „Jooah, ganz schön viel Arsch!“
Hiermit möchte ich mich bei allen bedanken, bei Erich für die tolle Organisation und bei allen anderen für die schönen Tauchgänge und die schönen Tage die wir miteinander verbracht haben, hoffe es passt wieder einmal.
Euer Harry
| < Zurück | Weiter > |
|---|

